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Tamer © Kappati

Richtiges Verhalten in den Bergen


  • 1 – Vor jedem Ausflug ist es notwendig, sich von der Erfahrung und vom körperlichen Zustand aller Teilnehmer, Erwachsenen und Kinder zu überzeugen. Das Bergsteigen fordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

  • 2 – Jeder Ausflug soll auf Strecken – und Karten-Beschreibungen organisiert werden. Auskünfte seitens Bergvereinen und Experten vor Ort, wie z.B Bergführer und Berghüttenbetreiber, können sich als sehr wichtig herausstellen.

  • 3 – Angemessene Ausrüstung und Kleidung sind für das Bergsteigen unentbehrlich. Für den Aufstieg und den Klettersteig, unbedingt eine Sicherheitsausrüstung miteinbeziehen, d.h. auch mit einem Sturzhelm. Im Winter soll man eine Notfallsausrüstung bei sich haben: Batterie, Schaufel, Sonde. Für die Ausflüge sind robuste, hohe Schuhe mit Berg-sohlen notwendig. Da sich das Wetter in den Bergen plötzlich ändern kann, ist es wichtig, im Falle von Regen und Kälte, sich schützen zu können.

Sie sind hier:

Die ersten, sich in den gebirgigen Gebieten zu wagen, um “das heilige Feuer der Kenntniss am Leben zu halten”, waren Landvermesser, die die Höhe massen, und außerdem kamen während der ersten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts Kristallarbeiter und Naturforscher, auf der Suche nach seltenen Steinen und Blumen. Noch gab es nur den Wunsch den Gipfel zu erreichen, und die darauf folgende Zufriedenheit zu spüren. Nach Blumen suchend, erreichten 1726 Giovanni Zanichelli und Pietro Stefanelli, eine fast dolomitische Spitze (Cimon del Cavallo 2251 Mt., im Alpago Gebiet), und der schweizer Horace Benedicte De Saussure, während er in Chamonix war, um Mont Blanc zu erforschen, bot eine Belohnung von drei “ghinee”, denjenigen, die dessen Spitze erreicht hatten, und somit seine Höhe bestimmen konnten. Das taten Jacques Balmat, Kristallarbeiter, und Michel Gabriel Piccard, Physiker, am 8. August 1786.

Auch der Entdecker des rosa-schattierten, jedoch weißen Minerals, woraus das Dolomit besteht, war ein Naturforscher. Im Sommer 1789, während in Paris die Revolution ausbrach, bemerkte der französische Dieudonné Sylvain Guy de Tancrède Grater de Dolomieu, (das ist sein voller Name), während einer Studienreise in Tirol, dass einige Felsen chemisch anders als der Kalkspat reagierten, woraus die bereits bekannten Kalksteinberge bestehen. Als er seine Forschungen über die Alpen zu Ende gebracht hatte, ließ er Nicolas Theodore de Saussure die Proben untersuchen. Der ließ seine Entdeckung 1792 vom Journal de Physiquee veröffentlichen, und nannte jene Kalzium-Magnesium Mischung “Dolomit”. Natürlich wurde die Entdeckung von Dolomieu in der wissenschaftlichen Welt sehr berühmt und zog verschiedene Geologen und Naturforscher an.

Viele Jahre später, erweiteten die britischen Josiah Gilbert und George C. Churchill (der erste Maler, der zweite Naturforscher) in ihrem Buch “Die Dolomitenberge” (1864), die Bezeichnung “Dolomit” zum ganzen Gebiet der Bergen, die daraus gemacht waren. Kartenzeichner begannen auch, die Dolomiten in jenen Jahren kartografisch darzustellen. Peter Anich und Balsius Hüber wurden 1760 vom österreichischen Amt für militärisches Geowesen beauftragt, Tirol kartografisch darzustellen. Dies wurde 1833 veröffentlicht und wurde zu ein wesentliches Werkzeug für Bergsteiger, die danach begannen, das Gebiet zu erforschen. Inzwischen kamen auch die ersten Reiseführer auf den Markt, wie z. B. “Die deutschen Alpen” von Adolf Schaubach (fünf Bänder vom 1845 bis 1850 veröffentlicht), und “Deutsches Alpenbuch” von Heinrich Noe (vier Bänder in den selben Jahren veröffentlicht). Jedoch waren die Dolomiten noch unter den am wenigsten bekannten Berge der Alpen. Die Beschreibungen waren ungenau, und die Informationen für allgemeine Reisende gedacht: es waren Schlaf – und Ess Möglichkeiten gezeigt, wo man Pferde mieten konnte, wo man einen Reiseleiter, einen Arzt oder einen Geldwechsler finden konnte. In ihrer Reise in dem Gebiet, beschreibt Amelia Blandford Edwards in ihrem Buch “Untrodden peaks and unfrequented valleys- a midsummer rumble among Dolomites” , vom 1872, wie wegen der wenigen und unbehaglichen Straßen, die Umzüge schwerfällig waren, und die Rasten in unangemessenen Unterkunften stattfanden. Das Gebiet hatte keine Anziehungskraft für die Einwohner der Ebene in Lombardei und Veneto. Die wenige und gelegentliche Besucher waren Jungen aus Österreich-Ungarn und England, die, das für die Grand Tour (im Reisekatalog vom englischen Cook auch erwähnt), durchquerten, um aus dem Nordem in Richtung Meer zu fahren, die Kunst- und Handelzentren Italiens zu besuchen.

1868 wurde der Reiseführer der Ostalpen von John Ball veröffentlicht, der interessanter für Alpeliebhaber ist. Jedoch wurde das erste Handbuch, (Wanderungen in den Dolomiten) nur 1877 von Paul Grohmann aus Wien veröffentlicht, der in Cortina 1858 als zwanzigjähriger angekommen war, und für diesen Zweck mehrere Besteigungen im ganzen Gebiet geplant hatte.

Hier begann die Eroberung der Gipfeln später als auf dem Mont Blanc, aufgrund der Verschiedenheit der Morphologie der Berge. In den Dolomiten, im Gegensatz zu den westlichen Alpen, regen sich vertikale Felswände empor, die als unmöglich zu bewältigen erscheinen. In der Nordseite, der einzige Berg, der eine “westliche” Morphologie erblicken ließ, war Marmolada, (noch nicht als die höchste Spitze bewertet), mit einem noch unerforschten Gletscher, aber mit Kletterschuhen ziemlich leicht gangbar. Auf Marmolada wurden die ersten Steig-Versuche gemacht. 1802 starb Vater Joseph Terza, Pastor in Livinallongo, zusammen mit fünf Begleitern, beim Versuch die Spitze “aus Spaß” zu erreichen. 1856 stiegen Don Pietro Mugna und Don Lorenzo Nicolai, vom Führer Pellegrino Pellegrini begleitet, den Berg empor, um die Ansicht auf der Südseite zu genießen. Jedoch erreichten sie den echten Gipfel nicht (PENIA SPITZE 3343 Mt.), sondern Punta Rocca (3309 Mt.). Die echte Spitze wurde dann von Paul Grohmann 1864 erreicht.

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